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Marktinformationen Agrar

Marktinformation Ausgabe 14 | 6. September 2022

Marktinformation Ausgabe 13 | 12. Juli 2022

Marktinformation Ausgabe 12 | 08. Juni 2022

Marktinformation Ausgabe 11 | 03. Mai 2022

Marktinformation Ausgabe 10 | 05. April 2022

Getreide/Ölsaaten

Die hohe Volatilität der Rohstoffpreise bestimmt weiterhin das Tagesgeschäft, auch auf dem Agrarmarkt. Dies ist das Ergebnis der Unsicherheiten über die Folgen des Krieges in der Ukraine und der Unterbrechung des Verkehrs aus dem Schwarzmeerbecken. Während es noch Lieferungen aus Russland gibt, gibt es keine Lieferungen (Seeschiffe) aus der Ukraine. Nur im Westen des Landes ist noch der Transport per Bahn zu beobachten. Der Ölsaatenmarkt wird durch das Problem der Versorgung mit Sonnenblumenöl gestört. Diese Problematik zwingt die Anwender auch dazu, ihren Konsum auf z. B. Rapsöl zu verlagern.

Auch die Getreidepreise weisen im Tagesverlauf eine erhebliche Schwankungsbreite auf. Angesichts einer immer noch blockierten Exporttätigkeit aus der Ukraine suchen Importländer nach Lösungen.

Zwar will das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Nutzung bestimmter ökologischer Vorrangflächen zur Futterversorgung erlauben, um die Auswirkungen der steigenden Futtermittelpreise für die Landwirtschaft abzumildern. Den Beschluss der EU-Kommission, den Mitgliedstaaten für 2022 die Möglichkeit zu geben, die Produktion auf ökologischen Vorrangflächen der Kategorie Brache uneingeschränkt zuzulassen und die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln freizugeben, wird vom BMEL im Hinblick auf die Ziele der Biodiversität jedoch weiter kritisch gesehen. Abzuwarten bleibt, ob und inwieweit der Bundesrat in seinem Plenum am 8. April 2022 diese Optionen aufgreift.

Die bisherigen Ernteerwartungen in weiten Teilen der EU lassen auf eine gute Durchschnittsernte hoffen. Aus heutiger Sicht liegt aber der Fokus der Verarbeiter auf dem Ernteübergang 2021 / 2022  -  Versorgungssicherheit!

Wobei gerade die letzten Wochen im März den Beständen auf dem Feld einiges abverlangt haben. Der fehlende Niederschlag über den gesamten Monat konnte nur  durch die komfortablen Niederschläge Anfang des Jahres aufgefangen werden. Gut geführte Feldbestände brauchen zum Wachstum Dünger und für die Gesunderhaltung Pflanzenschutzmaßnahmen. Auch hier sind derzeit die Lieferketten teils unterbrochen, was sich in den dafür aufgerufenen Rekordpreisen widerspiegelt.

In der kurzen Zeitspanne von nun gerade mal mehr als einem Monat der Auseinandersetzungen in der Schwarzmeerregion, kann man heute schon von nachhaltigen Veränderungen für die weitere Zukunft unsere Märkte sprechen. Wir halten Sie hier gerne auf dem Laufenden.

Düngemittel

Die Verwirrung, die der Krieg in der Ukraine im internationalen Handel ausgelöst hat, kommt ein wenig zur Ruhe. Warenunterdeckungen wurden durch andere Herkunft in der Welt eingedeckt. Der internationale Düngermarkt stabilisiert sich auf hohem Preisniveau.

Nichtsdestotrotz ist an eine kurzfristige Preiskorrektur für das Frühjahr 2022 nicht zu denken. Hohe Transport- und Logistikkosten tun neben den Gaspreis bedingten Verteuerungen in der Produktion ihr übriges, um das Angebot an Düngemitteln klein und teuer zu halten. Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendein Spediteur, Reeder oder Umschlagsbetrieb die Preise mit Verweis auf die gestiegenen Energiepreise mit Dieselzuschlägen versieht.

Für die nächsten Jahre werden sich die Warenströme in der Welt neu ausrichten. Hier kann heute keine fundierte Aussage über die Verfügbarkeit oder Preisgestaltung in der Zukunft getroffen werden. Fest steht: Es wird Stickstoff verfügbar sein. Die Nährstoffform sowie die Herkunft werden sich mit Blick auf heute verändern. Die Preiswürdigkeit eines Harnstoffs mit Urease-Hemmung ist in den letzten Monaten zum Kalkammonsalpeter deutlich gestiegen.

In der Preisspitze sind wir noch nicht bei den Grundnährstoffen wie Kali und Phosphor angekommen. Hier war der Anteil an russischer Ware im Weltmarkt deutlich bedeutender. Gerade bei DAP und Kaliumchlorid wie 60er Kali steigt das internationale Preisniveau weiter, so dass mit keiner kurzfristigen Preisreduzierung zu rechnen ist. Das deutsche Preisniveau wird sich den internationalen Marktpreisen weiter annähern.

Saatgut

Interessante Sorten zur Herbstaussaat 2022*

Jedes Jahr im Frühjahr werden die Neuzulassungen vom Bundessortenamt bekannt gegeben, die von der Landwirtschaft schon voller Spannung erwartet werden. Neue Sorten erhalten nach mehrjährigen Prüfungen nur eine Zulassung, wenn sie in bestimmten Eigenschaften besser sind als alle bisherigen Sorten und somit einen landeskulturellen Wert besitzen. Mit neuen Sorten können Sie also unmittelbar am Züchtungsfortschritt teilnehmen.
Gerade im Bereich der Wintergerste gibt es interessante Neuzulassungen, auf die wir Sie bereits jetzt schon hinweisen möchten. Zudem informieren wir Sie hiermit noch einmal über unsere Exklusivsorte WW Pepper – ein im Anbau unkomplizierter Hochertragsweizen mit gesicherter Vermarktung über die Raiffeisen Waren GmbH.

GW Avantasia
Avantasia wurde mit der Höchsteinstufung Note 9 im behandelten Kornertrag zugelassen und überzeugt zudem mit einer herausragenden Kornqualität. Diese Kombination von sehr hohem Ertrag in Verbindung mit einem sehr hohen Markt- (APS 8) und Vollgerstenanteil  (APS 8)  ist aktuell einzigartig. Zudem verfügt die Sorte über eine doppelte Gelbmosaikvirusresistenz (BaYMV-1 und BaYMV-2), wobei in diesem Bereich nur wenige Sorten existieren. Der Anbau einer doppelresistenten Wintergerstensorte sichert trotz Auftretens des zweiten bodenbürtigen Virustyps die Ernte. Weitere Vorzüge der Sorte sind das frühe Ährenschieben und die tendenziell frühere Reife sowie eine hervorragende Stresstoleranz, insbesondere bei Trockenheit.

GW KWS Exquis
Auch die Sorte KWS Exquis wurde vor kurzem vom Bundessortenamt neu zugelassen. Die Besonderheit dieser Sorte ist, dass sie eine Resistenz gegen das Gerstengelbverzwergungsvirus besitzt. Die Infektion mit dem Gelbverzwergungsvirus erfolgt über Blattläuse. Dies kann also nur durch einen gezielten Insektizideinsatz und damit ein Ausschalten der Blattläuse verhindert werden. Der Anbau einer resistenten Sorte bietet Ihnen als Landwirt in dieser Hinsicht ein absolutes Maß an Ertragssicherheit und trägt zudem zu einer Minimierung des Insektizideinsatzes bei. Zudem ist die Sorte ertragsstark und sehr blattgesund. Aufgrund ihrer sehr guten Kornsortierung und ihres starken Hektolitergewichtes ist eine hervorragende Vermarktungsqualität sichergestellt.

WW Pepper
Die Sorte Pepper wurde bereits im letzten Jahr zugelassen und befindet sich seitdem im Exklusivvertrieb der Raiffeisen Waren GmbH. Pepper ist ein Hochertragsweizen, der den verfügbaren Stickstoff zu einem maximalen Stärkeertrag nutzt. Aufgrund seines hohen genetisch fixierten Stärkeanteils dient Pepper als ideales Ausgangsmaterial für die Stärkeindustrie. In ersten Testchargen im letzten Jahr wurde die Sorte geprüft und erhielt durchweg positive Beurteilungen. Da der Stärkeanteil sehr hoch ist, ist der Rohproteingehalt im Korn entsprechend gering. Die Vermarktung als Stärkeweizen ist jedoch sehr durchdacht, sodass der Rohproteingehalt für Sie als Landwirt nicht zum entscheidenden K.O.-Kriterium wird. Pepper besitzt zudem ausgewogene Resistenzeigenschaften gegen alle Blattkrankheiten, sodass diese Sorte bei immer strenger werdenden Verordnungen hinsichtlich Düngung und Pflanzenschutz einen erfolgreichen Anbau mit gesicherter Vermarktung gewährleistet.
Mit diesen neuen Sorten können Sie als Landwirt aktiv vom Züchtungsfortschritt profitieren. Zögern Sie nicht zu lange und sichern Sie sich bereits jetzt erste ZS-Mengen dieser TOP-Sorten für die Herbstaussaat 2022! Unser Beratungsteam steht Ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Sprechen Sie uns gerne an.

* Erstellt unter Nutzung von Informationen der Unternehmen Hauptsaaten für die Rheinprovinz GmbH, KWS SAAT SE & Co. KGaA und SECOBRA Saatzucht GmbH. 

Bio

Aufgrund der momentan starken Rohstoffknappheit, kommt es derzeit zu Lieferengpässen und –ausfällen im Bereich Bio-Futtermittel.

Gründe hierfür sind unter anderem weiterhin die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg, gestiegene Bio-Tierbestände und das Inkrafttreten der neuen Bio-Verordnung. Letzteres bekommen vor allem die Bio-Schweine und -Geflügelhalter zu spüren, da nun eine 100-prozentige Bio-Fütterung für ausgewachsene Schweine und Geflügel vorgeschrieben ist. Weitere Kostensteigerungen wie Verteuerungen von Energie, Logistik, Arbeitskosten und Verpackungsmaterial verschärfen die angespannte Situation zusätzlich. Auch die Junghennenpreise zogen in diesem Jahr deutlich an. Besonders mangelt es derzeit an Eiweißträgern. Weiterhin ist zu vermuten, dass die derzeitigen Vorräte nur noch bis voraussichtlich Juni reichen.

Die Futtermittelhersteller appellieren daher, den Verbrauch an Futtermitteln auf ein notwendiges Maß zu beschränken und auf Hamsterkäufe zu verzichten, damit es nicht zu Lieferkettenunterbrechungen kommt.

Serviceportal

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Marktinformation Ausgabe 9 | 01. März 2022

Getreide/Ölsaaten

Geopolitische Spannungen dominieren die Marktnachrichten. In diesem Zusammenhang ist es schwierig vorherzusagen, was als nächstes passieren wird, da die Fundamentaldaten nicht mehr der primäre Treiber von Marktbewegungen sind. Die Volatilität wird daher im aktuellen Kontext mit großen Unsicherheiten dominierend bleiben.

Ein Teil der Entwicklung hängt von der Ausgestaltung der gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen ab, ein anderer Teil wird mit logistischen Störungen in der Ukraine verbunden sein. Diese beiden Länder spielen eine wichtige Rolle im internationalen Handel mit Agrarrohstoffen. In diesem Zusammenhang werden Exporte aus dem Schwarzen Meer ausgesetzt, was zu einer Preiserhöhung für alle Produkte führt.

Die hiesigen Verarbeiter von Brot-, Futtergetreide und Ölsaaten müssen noch einiges an Anschlussbedarf bis zur neuen Ernte abdecken, die Nachfrage ist stetig. Abzuwarten bleibt, wie sich die Nachfrage an den EU- Exportplätze entwickeln wird. Was wiederum eine Anpassung der bisher guten Prämien und Preise zur Folge hätte.

Werfen wir einen Blick auf die Nordhalbkugel, Ernte 2022.

Aus klimatischer Sicht bleibt die Situation für die Entwicklung der Kulturpflanzen in ganz Europa mit Ausnahme von Spanien und Portugal sehr günstig. In Russland waren die Wetterbedingungen seit Jahreswechsel für Winterkulturen in den Hauptanbaugebieten ähnlich günstig wie schon seit Beginn der Aussaat im Herbst. Die positive Beurteilung der Bestandsentwicklung in den Hauptanbaugebieten der USA für Weizen (Kansas, Oklahomas) wurde aufgrund anhaltender Trockenheit in weiten Teilen Nordamerikas zurückgenommen.

Angesichts der deutlich anziehenden Futures Börsen der letzten Tage für Agrarprodukte, unter Einbeziehung der zu erwartenden Energiekosten (Dünger, Betriebsmittel), sollten sich weitere Vorverkäufe für Weizen und Raps betriebswirtschaftlich rechnen und nicht vernachlässigt werden. Unsere Mitarbeiter stehen Ihnen gerne zur Seite, sprechen Sie uns an.

Düngemittel

Der internationale Düngermarkt hat auf die neue Eskalationsstufe in der Ukraine sofort und stark reagiert. Die Sorge nach Warenverfügbarkeit sowie einer weiteren Steigerung der Energiekosten dominieren Angebot und Preis.

Die Ukraine spielt im internationalen Dünger-Markt keine wesentliche Rolle. Demgegenüber ist Russland mit ca. 7 Mio. to Harnstoff-Export im Jahr 2021 ein bedeutender „global player“. Vor Allem in Europa sowie Süd- und Nordamerika wird russischer Harnstoff angeboten und vermarktet.

ProduktTonnage in Mio toExportmarkt AnteilExportmarkt Rang
MOP (Kali)11,83327%3rd
Ammoniumnitrat4,31349%1st
Urea (Harnstoff)7,00018%1st
NPKs5,92838%1st
Ammoniak4,42430%1st
DAP / MAP4,04814%4th
Schwefel1,8069%3rd

Quelle: Eigene Darstellung basierend auf Argus Nitrogen vom 23.02.2022

Durch Finanz-, Handels- und Logistiksanktionen gegen Russland werden standardisierte Warenflüsse kurzfristig verändert. In Ägypten wurden rund 50.000 to Harnstoff zur Verschiffung im März mit Ziel Europa am letzten Donnerstag gehandelt. Der Preis erhöhte sich innerhalb weniger Stunden um ca. 150 US-Dollar/to. Die verfügbare Ware wurde den Anbietern nahezu „aus den Händen gerissen“.

Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen dieser Konflikt haben wird. Eine endgültige Bewertung der politischen und volkswirtschaftlichen Lage ist heute nicht möglich.

Eines ist aber heute zu sagen: Die kleine Hoffnung auf „günstigere“ Stickstoff-und Energie-Preise ist über Nacht verflogen.

In den letzten Monaten sorgten die hohen Gas- und Energiekosten in der Produktion für die europäischen KAS-Industrien sowie im Handel und in der Landwirtschaft für Kopfzerbrechen. Durch die politische Unsicherheit in Osteuropa steht das Preisniveau für Dünger nicht mehr alleine im Fokus. Mit Beginn der kommenden Düngersaison in Deutschland werden die nächsten Wochen von der Frage geprägt sein, ob der benötigte Stickstoff-Dünger zur richtigen Zeit am richtigen Ort vorhanden ist.


Saatgut

Mehrjährige Blühmischung Honigpflanzen für Brachen

Mit den veränderten Regelungen der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2023 ergeben sich für die Landwirtschaft wieder neue Herausforderungen. Eine Voraussetzung für die Auszahlung der Basisprämie der kommenden GAP-Reform ist z.B. die Bereitstellung von 4 % nichtproduktiver Fläche (GLÖZ 8).

Die Flächen müssen der Selbstbegrünung unmittelbar nach der Ernte der Hauptkultur überlassen werden. Ab dem Jahr 2023 ist eine aktive Begrünung der Stilllegungsflächen nicht mehr zulässig.

Eine Selbstbegrünung führt jedoch immer dazu, dass sich unerwünschte Arten stark ausbreiten und ein enormes Samenreservoir bilden. Für eine spätere Nutzung kann dies sehr problematisch sein besonders im Hinblick auf Ackerfuchsschwanz, Ampfer und Disteln.

Aktuell ist davon auszugehen, dass bestehende Brachen in die 4 % Stilllegung im nächsten Jahr überführt werden können. Sie können daher Ihre Flächen bereits in diesem Jahr auswählen und z.B. gezielt mit einer mehrjährigen Saatgutmischung für Honigbrachen begrünen. Jene Flächen können in diesem Jahr mit Faktor 1,5 im Greening angerechnet werden, wenn die Saatgutmischung bis zum 31.05. gedrillt wird.

Eine mehrjährige Saatgutmischung für Honigbrachen enthält eine Vielzahl an Arten und garantiert ein lang anhaltendes Blühangebot. Brachflächen, die sich sonst selbst überlassen wären und zunehmend verunkrauten würden, können so ackerbaulich und optisch aufgewertet werden und die gesellschaftliche Akzeptanz kann enorm gesteigert werden.

Unsere Empfehlung lautet:

Honigpflanzen für Brachen mehrjährig


   »    Vorgaben EU-Richtlinien 2022 erfüllt
   »    Bewusster Verzicht auf Kreuzblüter, Malven und Buchweizen für eine unkomplizierte Verwendung der Mischung in vielen landwirtschaftlichen Betrieben
   »    Perfekte Mischung für langlebige Blühflächen und Blühstreifen zur Erfüllung der Greeningauflagen 2022
   »     Aussaatstärke: 10 kg/ ha

 Kultur
  8 % Phacelia Mantelsaat
  1 %  Kornblume
  1 % Ringelblume ungefüllt
  0,5 % Klatschmohn
  0,5 % Dill
  0,5 % Schwarzkümmel
  1 %  Saflor
  2 % Sonnenblume Pollensorte
  0,5 % Koriander
  2 %  Serradella
  0,5 % Steinklee weiß
  2 %  Inkarnatklee
  0,5 % Perserklee
  3 %  Schafgarbe
  6 % Kümmel
  5 %  Zichorie
  3 % Wilde Möhre
  10 %Fenchel
  1 % Margerite
  5 % Hornschotenklee
  2 %  Weißklee
  5 % Luzerne
  7 %  Steinklee gelb
  10 % Esparsette
  5 %Spitzwegerich
  6 % Kleiner Wiesenknopf
  1 % Färberkamille
  4 % Pastinake
  2 % Salbei
  5 %Schwedenklee

Quelle: Feldsaaten Freudenberger

Nach jetzigem Stand ist es zudem möglich, eine Zwischenfrucht-Greening-Fläche 2022 in eine Brache 2023 zu überführen. Für diesen Zweck bietet sich eine greeningfähige Zwischenfrucht an, welche viele ausdauernde Arten besitzt und eine dichte Narbe bildet. Zu gegebener Zeit werden wir Sie dazu informieren.
 

Raiffeisen Agrarshop

Online einer für Alle und Alles - Agrar Betriebsmittel und Technik Ersatzteile wachsen zusammen.

Sie wissen die Vorteile eines Onlineshops auch im beruflichen Kontext zu schätzen? Das ist prima.
Um es Ihnen künftig noch leichter zu machen, fahren wir das Angebot aus bisher zwei Onlineshops in einem für Sie zusammen. Damit bieten wir Ihnen:

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Marktinformation Ausgabe 8 | 14. Februar 2022

Dünger

Haben Sie Ihren Düngemittelbedarf im Blick bzw. abgedeckt?

Basierend auf aktuellen Marktinformationen gehen wir davon aus, dass es im deutschen Markt eine tendenzielle Unterdeckung an Stickstoff- bzw. Stickstoff-/Schwefel-Düngern gibt. Zu dieser Einschätzung kommen neben dem Statistischen Bundesamt auch Fachmedien wie z.B. die agrarzeitung. Demnach haben viele Landwirt*innen ihren tatsächlichen Düngemittelbedarf noch nicht ausreichend abgesichert.

Diese Situation birgt Risiken, auf die wir hinweisen wollen.

Eine zu erwartende, kurzfristige Nachfrage nach Düngermengen trifft auf eine generell eingeschränkte Warenverfügbarkeit in Folge des hohen Preisniveaus für Rohstoffe und Energie zur Herstellung von Dünger. Verschärft wird die Situation durch begrenzte Logistikkapazitäten. Auch aus den Beständen unserer Lager können wir Ihnen kurzfristige Ware zur Abholung oder Lieferung nur mit begrenzten Möglichkeiten anbieten.

Der Saisonstart steht unmittelbar bevor. Daher raten wir Ihnen, jetzt zu Handeln. Zögern Sie nicht, schließen Sie gemeinsam mit uns Ihre Bedarfslücke und lassen Sie uns gemeinsam sicherstellen, dass die anstehenden Düngeanwendungen bedarfsgerecht durchgeführt werden können.

Marktinformation Ausgabe 7 | 11. August 2021

Getreide/Mais

Warten auf die Zahlen der USDA, aber normal reagiert der August-Report nicht auf mögliche Ertragsänderungen.

Russland hat Ihre Erwartungen für Weizen schon um 3 Mio to zurückgenommen und Brasilien nimmt die 2. Maisernte um 17 Mio to zurück. USDA meldet eine Erholung der Mais Bestände, 64 % sind in einem guten Zustand.

Wetterverbesserung in Amerika, 33% vom Sommerweizen sind geerntet und Winterweizen zu 95 %

Frankreich und Deutschland kommen nicht zum Ernten, immer wieder unterbricht Regen die die Erntephasen. Frankreich hat dadurch Exportprobleme. Die Franzosen sollen sich mit Ware aus Deutschland und den baltischen Ländern eindecken. Frankreich wird Probleme im September bekommen. Gerüchte besagen, dass Frankreich 1 Mio to an Weizen ins Reich der Mitte, China, verkauft hat.

Ölsaaten

Im Mittleren Westen der USA regnet es und bringt die Entwicklung der Sojapflanze voran. Lt. USDA sind 60% der Bestände in einem guten bis exzellenten Zustand. Schwache Exportverladungen der letzten Woche sowie fallende Rohölpreise belasten die Kurse in den USA. Gewinnmitnahmen beim Raps und Canola drücken auf die Stimmung (USA). In Winnipeg verlor der Nov.`21 9,60 Can-$. In Kanada rechnet man mit einer Canolaernte zwischen 15-17 Mio t gegenüber 20 Mio t aus den vorherigen Prognosen.

Saatgut

Die wechselhafte Wetterlage mit teilweise hohen Niederschlagsmengen verhindert vielerorts den Fortgang der Ernte. Dadurch sind neben Bodenbearbeitung und Rapsaussaat zusätzliche Arbeitsspitzen zu erwarten. Um dies in der ohnehin schon arbeitsintensiven Ernte- und Aussaatzeit zu vermeiden, bietet Ihnen der Einsatz von Z-Saatgut nicht nur dort einen betriebswirtschaftlichen Vorteil.

Durch die spätere Ernte bleibt nach dem Stoppelsturz auch weniger Zeit für das Auflaufen und die Bekämpfung von Problem-Ungräsern wie Ackerfuchsschwanz. Daher ist es wichtig, neben einer nicht zu frühen Saat, auch aus eigenem Nachbausaatgut die Belastung von Ungrassamen zu nehmen. Dies kann insbesondere durch den Einsatz von Z-Saatgut gewährleistet werden.

Mit Z-Saatgut erhalten Landwirte mehrfach geprüfte Spitzenqualität, mit der Sie bereits Ihren Ertrag 2022 absichern können. Unser Z-Saatgut wird in hochmodernen Saatgutanlagen aufbereitet und entspricht höchsten Ansprüchen.

Unsere Empfehlung Wintergersten Sorten für die kommende Aussaat:

Mehrzeiler:

Zweizeiler:

Besonders im westlichen Bereich spielt das Gelbmosaikvirus eine immer größere Rolle. Hier gibt es mittlerweile auch sehr ertragsstarke doppelresistente Sorten. Hervorzuheben sind die bewährte KWS Keeper, die neuere KWS Memphis und Julia, welche bereits in Frankreich zugelassen ist und zur Zulassung in Deutschland 2022 ansteht. Von allen Sorten steht Saatgut zur Verfügung.

Pflanzenschutz

Aus der Agro In Form Beratung: 11.08.2021

  • Bei den derzeitigen nassen Bodenverhältnissen sollte mit Bodenbearbeitungsgängen gewartet werden bis die Böden ausreichend abgetrocknet und befahrbar sind, um die Böden nicht weiter zu verdichten und um Schmierschichten zu vermeiden.

  • Rapsstoppeln sollten maximal mit einem Strohstriegel oder Mulcher bearbeitet werden um die Rapssamen aus Strohhaufen und unausgedroschenen Schoten auf den Boden auszuschütteln. Bei der vorhandenen Feuchtigkeit fangen die Rapskörner schnell an zu keimen.

  • Durch die vorhandene Feuchtigkeit ist mit einem erhöhten Schneckenaufkommen zur Rapsaussaat zu rechnen. Besonders gefährdet sind die Bereiche an den Feldrändern, sowie grob-klutige Stellen im Schlag. Wir empfehlen zur Bekämpfung der Schnecken den Einsatz von Arinex Schneckenkorn nach der Saat auf gefährdeten Flächen. Beim Einsatz von 6 kg/ha werden 40 Körner pro Quadratmeter ausgebracht. Damit wird eine sehr hohe Lockwirkung erreicht. Durch die Nasspressung ist das Schneckenkorn sehr regenbeständig.

  • Aufgrund der vorhandenen Bodenfeuchtigkeit sind sehr hohe Wirkungsgrade beim Einsatz von Bodenherbiziden bei der bald anstehenden Rapsaussaat zu erwarten. Daher empfehlen wir den Einsatz von 2,5 l/ ha Butisan Gold im Vorauflauf bis frühen Nachauflauf oder den Einsatz von unserem neuen Trimaran Gold Pack, welcher über ein sehr breites Wirkungsspektrum verfügt.

Technik

Sollten Sie Interesse an einem Strohstriegel haben, sprechen Sie gerne unsere Kollegen in den Technikcentern an.

Ansprechpartner finden sie hier.

Marktinformation Ausgabe 6 | 28. Juli 2021

Getreide / Ölsaaten

Weiterhin bestimmen die Wettermärkte die Börse. Trockenheit in Nordamerika und anhaltende Regenfälle in Europa stützen die Kurse. Auch in Südamerika hat sich die Lage nicht verbessert, durch die niedrigen Wasserstände (Parana) können die Schiffe im Exporthafen Brasiliens (Rosario) nicht voll beladen werden.

Gute Ernte hingegen gibt es in der Schwarzmeerregion, Ukraine, Bulgarien, Rumänien und Russland, man geht davon aus, dass die nächsten Schiffe Weizen in den Nahen Osten aus den genannten Ländern verladen werden.

Die Sorge um die Fallzahlen nimmt zu, diese Woche kamen regionalunterschiedlich wieder Regen, was die Aussichten nicht besser macht.

Futterweizen franko Westfalen und Südoldenburg werden kaum gehandelt, bzw. verbucht die Prämie weitere Abschläge. Die Einkäufer der Mischfutterbetriebe warten weiterhin ab und hoffen auf fallende Kurse.

Aus dem Norden kommt kontraktliche Gerste, daher geht man auch bei der Gerste noch keine Kompromissen auf die unterdurchschnittlichen kg/hl ein und die Basis bleibt bei 62/63 kg/hl.

Saatgut

Rechtzeitige Bestellung von Z-Saatgetreide sichert auch eine frühzeitige Belieferung.

Für die Sortenwahl finden Sie unseren Sortenprospekt auf unserer Homepage oder suchen Sie Ihre Sorte über den Raiffeisen Agrar Shop.

https://www.raiwa.net/landwirtschaft/saatgut/sortenprospekt-getreide

 

Pflanzenschutz

Aus der Agro In Form Beratung: 27.07.2021

  • Die Wintergerstenernte ist mittlerweile in fast allen Regionen abgeschlossen. Die Gerstenerträge bewegen sich auf dem mehrjährigen Durchschnittsertrag. Auffällig sind die geringen Hektolitergewichte.

  • Zwischen den einzelnen Winterrapsbeständen sind zum Teil sehr deutliche Unterschiede sichtbar. Besonders die Bestände, in denen keine Blütenbehandlung erfolgt ist zeigen hohe Sclerotiniabefallsraten.

  • Zuckerrübenbestände sollten weiterhin intensiv auf Blattkrankheiten kontrolliert werden. In Südhessen ist die Schadschwelle (derzeit > 5 % befallene Blätter, bis 31.07.2021) häufig überschritten.

Futter

Das Auf und Ab an den Börsen geht in diesen Tagen munter weiter. Das Preisniveau bewegt sich aber weder in die eine, noch in die andere Richtung. LP Soja wird weiter mit rd. 380 € ab Rotterdam gehandelt. Rapsschrot wird derzeit mit rd. 250 € ab Station gehandelt. Auch hier gilt, das empfindlich hohe Preisniveau bleibt. Hier sollte man langsam über eine Deckung noch offener Mengen bis evtl. Januar nachdenken.

Melasse und Trockenschnitzel verharren auf dem festen Niveau der vergangenen Wochen. Hier werden die ersten Proberodungen im August Klarheit über die Feldbestände bringen.

Agrarshop - heute schon an morgen denken

Die Ernte ist in vollem Gange und die Mähdrescher laufen auf Hochtouren. Heute schon an morgen denken und während der Ernte sich auf den Herbst vorbereiten. Nutzen Sie unser online Angebot im Agrarshop und schauen Sie sich die Betriebsmittel Saatgut, Pflanzenschutz und Blattdünger für Ihre folgenden Maßnahmen an.

https://agrarshop.raiwa.net/

Marktinformation Ausgabe 5 | 14. Juli 2021

Getreide / Ölsaaten

Markt wird von den Wetterkapriolen bestimmt

In Westeuropa zu viel Regen und in Osteuropa ist es zu trocken. In Kanada und Teilen der USA ist es weiterhin zu heiß und trocken. La Nina kommt und lässt die Erwartungen für Argentinien verkleinern und für Australien steigen. Die Sorge um die Qualitäten im Inland haben begonnen, im Norden, Osten und Westen kommt die Gerste zwischen 50 und 60 kg/hl, da viel Ware über den Export abgesichert worden ist, werden wir hier von Abnahmeproblematiken sprechen. Ware unter 58 kg/hl hat auch zu wenig Ausbeute für die Mischfutterindustrie und wir müssen daher von erhöhten Abschlägen ausgehen, wenn die Ware überhaupt angenommen wird. DON kann die Stimmung beim Weizen auch noch vermiesen und um am Export (und so an den Preisen) vom Weltmarkt teilhaben zu können, benötigen wir Proteine von mindestens 12,5 % und 76 kg/hl. Durch die Hitze und Trockenheit in Kanada, wurden die Mengen von Canola von 20 Mio. t auf 17 Mio. t reduziert. Analysten gehen sogar nur von 15 Mio. t aus. In Winnipeg geht die Ölsaat dadurch in Richtung Norden und zieht die Matif mit.

Dünger

Düngerpreise weiter stabil auf hohen Niveau. Mengen international stark nachgefragt.

Saatgut

Bevor der Ernte Stress beginnt: Denken Sie an Ihre Saat-Raps-Bestellung.

Folgende Topsorten können wir Ihnen für die Aussaat 2021 empfehlen: Armani, DK Exited, DK Exception, LG Architekt, LG Ambassador, Ludger, RGT Cadran und Smaragd.

Pflanzenschutz

Aus der Agro In Form Beratung: 12.07.2021

  • Zuckerrüben sollten intensiv auf Blattkrankheiten kontrolliert werden. Der Bekämpfungsschwellenwert liegt bei 5 % befallener Blätter bis zum 31. Juli. Auf den eigenen Schlägen kann dies am besten mit Hilfe der Blattrupfmethode kontrolliert werden. Ein Blatt gilt als befallen wenn mindestens ein Blattfleck sichtbar ist. In Südhessen werden die Bekämpfungsschwellen von 5% auf den ersten Praxisschlägen erreicht. Zur Erstbehandlung empfehlen wir den Zusatz von 1,25 l/ ha Funguran Progress zur Resistenzvorbeugung.

  • Bei der momentan sehr wechselhaften Witterung sollten die Spritzabstände zur Krautfäulebekämpfung in den Kartoffeln max. eine Woche betragen. Auf den Besatz mit Kartoffelkäfern ist weiterhin zu achten.

  • Die Wintergerstenernte hat in den Frühdruschregionen begonnen. Durch die wechselhaften Witterungsbedingungen verzögert sich vielerorts der eigentliche Erntebeginn.

  • Unter Einfluss von Witterung(Sturm, Starkregen), intensiver Stickstoffnachlieferung, weichem Halmgewebe im unteren Halmbereich, hohen Bestandesdichten und schweren Ährengewichten hat Lager in Winterweizenbeständen in den letzten Tagen deutlich zugenommen.

Futter

Die Schätzung der USDA vom 12.07.2021 ergab im Vergleich zum Vormonat wenig neues. Anbauflächen und Erträge bei Sojabohnen waren unverändert. Allerdings hatten Analysten mit schwächeren Zahlen gerechnet. Dass die Börse trotzdem neutral reagierte lag unter anderem daran, das zum Einen die institutionellen Anleger ihre Positionen halten und zum Anderen, dass es Unterstützung aus den Seitenmärkten (Raps/Getreide) gab. LP Sojaschrot wird heute in Rotterdam mit  380 € gehandelt.

Rapsschrot erfährt durch derzeit wieder steigenden Rapspreise auf allen Terminen Unterstützung. Grund für die höheren Preise sind deutlich sinkende Ernteerwartungen in Kanada (-6%). Nach wie vor werden Ex-Ernte Preise von rd. 255 € ab Station aufgerufen. Dies zeigt mal wieder deutlich das Rapsschrot nur das Nebenprodukt aus Saat und Öl ist. Die deutlichen Preissteigerungen bei der Saat wurden bisher größtenteils durch Steigerungen bei Pflanzenöl kompensiert.

Melasse und Trockenschnitzel bleiben trotz guter Feldbestände bei Zuckerrüben auf festem Niveau. Folgende Kurse werden derzeit für die neue Kampagne ab Station aufgerufen:

  • Niedersachen   175 €

  • Niederrhein      185 €

  • Südzucker        185 €

  • Wabern             181 €

Marktinformation Ausgabe 4 | 30. Juni 2021

Getreide / Ölsaaten

Ausblick Ernte 2021 national

Die Getreide- und Rapsbestände haben den Vegetationsrückstand gut aufgeholt. Der DRV korrigiert deswegen die Ernteschätzung etwas nach oben. Ausschlaggebend in den kommenden drei Wochen ist eine ausreichende Wasserversorgung der Bestände während der Kornfüllungsphase, besonders bei der Kultur Weizen (Anteil an der deutschen Anbaufläche: 50%). Vor allem im Norden und Osten ist das Wasser bisher knapp,
Erntebeginn sollte in den ersten Julitagen sein. Verzögerungen können schnell zu Versorgungsengpässen führen, da kaum noch alterntige Ware verfügbar ist.

Ausblick Ernte 2021 EU/Welt

Der US-Weizen ist zu ca. 80 % von Trockenheit betroffen. 81 % der Weizenbestände in Frankreich sind in gutem bis sehr gutem Zustand (Vorjahr 56 %). Auch US-Soja hat unter Wärme und Trockenheit gelitten. Regen im Mittleren Westen der USA wird in Aussicht gestellt. Man hofft dadurch auf eine Entspannung der Lage. Zustandsbericht Mais USA hat sich verschlechtert, allerdings wird Regen im Mittleren Westen der USA erwartet, was die Situation entspannen könnte. Brasilianische Ernteerwartung wird weiter nach unten korrigiert. Geprägt sind die Märkte weiterhin stark von Meldungen bezüglich Wetter, Spekulationsgeschäften der Fondgesellschaften, sowie von kauffreudigen Chinesen. Daher bleiben die Märkte stark volatil.


Neue landwirtschaftliche Dienstleistung – Acker24 in Nordhessen

Die täglichen Herausforderungen für den Landwirt nehmen immer weiter zu. Nicht nur das Wetter und die Märkte werden unberechenbarer auch die Dokumentationspflichten steigen immens an. Um unsere Kunden tatkräftig zu unterstützen und um aktive Kundenbindung zu betreiben, haben wir in der Region Nordhessen eine neue Dienstleistung rund um das Ackerschlagkartei Programm Acker24 ins Leben gerufen. Landwirte können aktive Unterstützung bei uns anfordern. Katrin Bangert steht mit Rat und Tat für Hilfestellungen bereit.

Wir bieten:

  •     Digitale Ackerschlagkartei, Düngeplanung, Stoffstrombilanz sowie sonstige Dokumentationsunterstützung
  •     Persönlicher Support auf den Höfen
  •     Belegschnittstelle in die Ackerschlagkartei

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Katrin Bangert (Katrin.Bangert@raiffeisen-kassel.de, Mobil: 0151/21528739) oder Andreas Ahlemeyer (Andreas.Ahlemeyer@raiffeisen-kassel.de, Mobil: 0160 92489965).


Saatgut

Durch die drei zurückliegenden sehr trockenen Jahre, ist das Nachernte Unkrautmanagement an seine Grenzen gekommen. Nach der Stoppelbearbeitung war zum Einen kaum Ausfallgetreide aufgelaufen und zum Anderen auch nur wenig vom Samenpotential Unkräuter/-Gräser. Das relative nasse Frühjahr 2021 hat viele Wellen vor allem mit Trespe, Disteln und anderen Problembesatz auflaufen lassen. Dieser Besatz kann im Nachbau weitergeschleppt werden und zu einer größeren Verbreitung führen.

Wir empfehlen daher den Einsatz von kontrolliertem Z-Saatgut, welches den gesetzlichen Normen der Reinheit entspricht.

Rapsaussaat 2021

Zur Rapsaussaat 2021 steht im diesen Jahr folgende Insektiziden Beizen zur Verfügung :

  •     Buteo Start gegen Rapserdfloh
  •     Lomiposa gegen Kohlfliege

Da die Ware begrenzt und nicht  retourefähig ist , bitten wir Sie  dieses rechtzeitig zu bestellen.


Pflanzenschutz

Die Getreideläger sind für die kommende Ernte vorzubereiten. Dabei sind die Lagerräume gründlich zu reinigen und sollten auf Vorratsschädlinge kontrolliert werden. Wir empfehlen eine chemische Behandlung der leeren Lagerräume mit K-Obiol EC 25 zum Schutz Kornkäfern, Getreideplattkäfern, Motten und Milben.
Die Vorerntezeit sollte intensiv für Feldkontrollen bezüglich des Ungras- und Unkrautbesatzes genutzt werden. Dieses Jahr sind deutliche Besatzsituationen von Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Trespenarten, Weidelgräsern, Flughafer und auch Hirsearten festzustellen. Der Ungras- und Unkrautbesatz sollte dokumentiert werden, um Flächen kategorisieren zu können. Diese können dann bei der Herbizidanwendung im Herbst gesondert betrachtet werden.

Pamira-Sammelaktion Fritzlar

Am Agrarstandort Fritzlar können vom 30.06.2021 bis zum 02.07.2021 leere Pflanzenschutzmittelkanister über die Pamira Sammelaktion umweltgerecht entsorgt werden. Die Kanister müssen dafür vollständig entleert, gespült, trocken und ohne Verschlussdeck sein.

Futter

Der Paukenschlag an den Märkten, welche die Entscheidung über Beimischungsquoten für Biokraftstoffe in den USA nach sich zieht, ist weitestgehend ausgeblieben. Lediglich Sojabohnen verloren rd. 50 USD, während die Notierungen für Sojaöl und Sojaschrot weiter stabil blieben. LP Sojaschrot wird derzeit ab Rotterdam mit rd. 360 € gehandelt. Rapsschrot wird jetzt bis zur Ernte nochmal richtig knapp. Einige Ölmühlen gehen im Juli in ihre traditionelle Wartungspause, was das Angebot bis zur neuen Ernte zusätzlich verkleinert. Erste Engpässe bei der Anlieferung von Rapssaat treten hier nun zu tage, was zur Folge hat, dass erste Paritäten bereits für den Juli ausverkauft sind. Mit Blick auf die neue Ernte sehen wir auch nur eine geringfügige Entspannung an den Märkten. Rapsschrot wird hier mit rd. 250 € gehandelt. Das auf und ab an  den Märkten bleibt und das nächste Event steht bereits bevor. Am 30.06.2021 werden neue Quartalszahlen zur Schätzung der US-Anbaufläche und Lagerbestände erwartet. Wir sind gespannt welche Überraschungen uns dann evtl. erwarten.

Marktinformation Ausgabe 3 | 16. Juni 2021

Getreide / Ölsaaten

Weizen

Weizen kann sich nicht gegen den Druck von Soja und Mais wehren. Man berichtet von weiteren Regenfällen in den US-Plains und im Mittleren Westen der USA, was für negative Kurse spricht, zum Wochenende soll es auch in Europa regnen. Die Exporte für Europa lagen zum 13.06.2021 bei 24,88 Mio. t deutlich hinter den Erwartungen mit 33,94 Mio. t aus dem Vorjahreszeitraum.

Ölsaaten

Palmöl und Sojaöl ziehen die Kurse für Raps und Soja nach unten.
Die US-Regierung hat angekündigt über die Beimischung er fossilen Kraftstoffe zu überdenken und belastet die Öle schwer.

Mais

Die Wetterlage zeigt Regen an und dadurch fallen die Kurse. Die US-Bestände haben sich durch die Trockenheit verschlechtert. Folgende Exportzahlen haben sich ergeben: US 1,54 Mio. t am unteren Ende der Analysten. Europäische Maisimporte lagen bei 13,92 Mio.t und damit auch deutlich geringer als im Vorjahreszeitraum mit 19,07 Mio. t.

Serviceportal

Sie wollen keine Ordner mehr nach Unterlagen durchsuchen. Abends noch schnell Futter abrufen für die Woche. Dann melden Sie sich doch bei unserem kostenlosen Serviceportal an.

https://youtu.be/n6nlBlOYLF8

Anmeldung unter: https://www.raiwa.net/registrierung

Dünger

Harnstoff

Preisauftrieb setzt sich fort. Indien will Mengen kaufen, kann aber den Bedarf am aktuellen Markt nicht decken.

AHL

Mit Grodno Azoty wurde ein wichtiger Anbieter des europäischen Marktes gesperrt, nachdem der weißrussische Präsident ein Linienflugzeug zur Landung gezwungen hatte. Grodno beliefert den europäischen Markt mit ca. 150.000 -200.000 to AHL jährlich.

KAS

Aufgrund gestiegener Rohstoffkosten und den hohen internationalen Preisen hat die Yara die Preise für sofortige Lieferung um 12,00 EUR/to angehoben.

Kali

Auch gegen den weißrussischen Kali-Produzenten Belarus-Kali wurde, wie oben erläutert, EU-Sanktionen verhängt. Auch hier erwarten wir kurzfristige Preissteigerungen.

Saatgut

Buteo Start – Die neue insektizide Beize im Winterraps

Zur Winterrapsaussaat 2021 steht den Landwirten mit Buteo Start erstmals seit dem Wegfall der neonicotinoiden Beizen eine insektizide Beizlösung speziell gegen den frühen Rapserdflohbefall zur Verfügung. Dabei soll das neue Präparat aus dem Hause Bayer nicht nur frühe Schäden durch Rapserdfloh und Kohlerdfloh minimieren, sondern zusätzlich auch eine gewisse Nebenwirkung gegen die kleine Kohlfliege aufweisen.

Laut Hersteller liegt die Hauptwirkung gegen Erdflöhe während der frühen Jugendentwicklung der Rapspflanzen, vom Auflaufen bis zum Erreichen des 4-Blatt-Stadiums (BBCH 14). Die anfälligen Wachstumsstadien für Loch- und Kahlfraß durch die adulten Erdflöhe wären somit abgedeckt. Trotz hohem Wirkungsgrad muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass Buteo Start keinen 100-prozentigen Schutz bietet, sondern Schäden nur minimieren kann. Es ist nicht davon auszugehen, dass bei hohem Schädlingsdruck auf eine Spitzapplikation mit einem Insektizid verzichtet werden kann. Unter optimalen Umständen kann der Applikationszeitpunkt jedoch etwas nach hinten verschoben werden.

Das Beizmittel Buteo Start beinhaltet den Wirkstoff Flupyradifurone aus der Gruppe der Butenolide (IRAC 4D) und hat somit einen anderen Wirkmechanismus als z.B. Wirkstoffe aus der Gruppe der Pyrethroide (IRAC 3A). Das bringt einen klaren Vorteil im Resistenzmanagement. Zudem können Pyrethroid resistente Erdfloh-Populationen, die in den letzten Jahren immer häufiger festgestellt werden und die eine Pyrethroidmaßnahme unter Umständen unbeschadet überstehen können, stärker beeinträchtig und der Schaden somit reduziert werden.

Fazit: Buteo Start ist ein weiterer Baustein für mehr Sicherheit im Rapsanbau! Wir empfehlen den Probeanbau insbesondere für Regionen mit traditionell hohem Erdflohdruck.

Buteo Start verfügt über keine Zulassung in Deutschland, weshalb der Beizprozess im EU-Ausland erfolgen muss. Für einen reibungslosen Ablauf und eine termingerechte Lieferung bitten wir Sie, Ihre Wunschsorte möglichst zeitnah bei ihrem Händler zu bestellen.

Pflanzenschutz

Die ersten Weizenbestände befinden sich in der Blüte (BBCH 65). Während der Blüte ist der Weizen besonders anfällig mit Fusariuminfektionen. Das Risiko einer Fusariuminfektion ändert sich je nach Sortenanfälligkeit, Vorfrucht und Witterung. Besonders pfluglos bestellter Weizen ist hier deutlich stärker gefährdet. Bei der Vorfrucht Mais steigt das Risiko um ein vielfaches. Daher empfehlen wir den Einsatz von leistungsstarken Fungiziden in der Blüte zur Absicherung der Bestände gegen Fusarium. z.B. 1,5 l/ ha Osiris MP oder 1,0 l/ ha Prosaro

Zur Absicherung des Proteingehalts in den sich sehr gut präsentierenden Weizenbeständen empfehlen wir den Zusatz von 5 l/ha Yara Vita Thiotrac. Der gezielte Einsatz von Schwefel und Stickstoff auf die Ähre stabilisiert die N-Effizienz und den Eiweißgehalt im Korn. Da die Menge von 5 l/ ha  Yara Vita Thiotrac das Stickstoffkonto nicht belastet, ist diese Maßnahme sehr interessant für die Weizenflächen in den roten Gebieten.

Kurz vor Reihenschluss sollten die Zuckerrüben mit Spurennährstoffen versorgt werden. Besonders der Nährstoff Bor ist hier zu nennen. Wir empfehlen 2 Spritzungen mit 1,5 – 2 l/ha Raiwa Bor mit je 5 – 10 kg/ ha Epso Top. Alternativ können auch 2 Spritzungen mit je 7,5 kg/ha Epso Bortop durchgeführt werden.

Futter

Verbesserte Wetteraussichten in den Hauptanbaugebieten der USA, sowie Überlegungen der US Regierung die Erhöhung der Biokraftstoffbeimischung auf Basis Soja und Mais auszusetzten oder gar zu senken führt zu einem Rückgang insbesondere  der Preise für Sojaschrot. LP Sojaschrot kostet derzeit ab Rotterdam rd. 365 € ab Station. Im Windschatten der fallenden Sojapreise bewegen sich die Preise für Rapsschrot auch leicht nach unten. Für vordere Termine gilt scheinbar die Devise „knappe Ware wird nie alle“, Tagespreise liegen hier derzeit bei rd. 340 € ab Station, Ex-Ernte wird derzeit für rd. 260 € gehandelt. Insgesamt ist die Versorgungsbilanz jedoch unverändert knapp. Vielmehr zeigt diese Situation wieder einmal deutlich, dass der Markt derzeit sehr sensibel auf Ankündigungen jeglicher Art reagiert, weswegen uns die starken Schwankungen noch einige Zeit begleiten werden.

Marktinformation Ausgabe 2 | 02. Juni 2021

Getreide / Ölsaaten

Weizen

Das Königreich Saudi-Arabien kaufte gestern 562.00 t Weizen (Ursprünglich sollten 720.00 Mio. to gekauft werden), zur Lieferung August – September und treibt damit die Matif in die Höhe. Bedienen kann man sich aus einem Pool, der folgenden Herkunftsländern der EU, Schwarzmeer, Australien so wie Nord- und Südamerika. Man erwartet das Polen, Baltikum und die Schwarzmeerregion das Rennen macht, Deutschland hingegen macht sich keine großen Hoffnungen um die Ware anzudienen. Die Unsicherheit über die Wetterlage und die letztlichen Nachfröste bringen die Börse in Chicago auch wieder in den grünen Bereich.

Ölsaaten

Der Raps verliert wieder etwas, gründe sind die Schätzungen vom Analystenhaus Strategie Grains, die die Rapsernte der EU27 auf 16,82 Mio.t anheben (Vorjahresproduktion ergaben 16,45 Mio. t). Auch hier gibt es Bedenken über das Wetter in Amerika und zieht die CBoT nach oben. Versorgungsengpässe bei Soja- und Rapsöl unterstützen die Kurse zusätzlich.

Mais

Auch hier beherrschen die Wettermeldungen den Markt, aber die Kaltfront ist durch den Maisgürtel gezogen und die Wettervorhersagen zeigen Niederschläge und wärmere Temperaturen. Die starke Nachfrage aus China unterstützen auch hier die Preise, wir gehen von keinen Kursverlusten in den nächsten Tagen aus.

Digitale Getreideankauf Formular

Wir haben für unsere Serviceportal Kunden eine digitale Möglichkeit des Getreideankaufs geschaffen. Sie möchten ein Angebot von uns haben, nutzen sie die Online Variante unter

https://agrarshop.raiwa.net/Getreide

Dünger

In Europa haben heimische Hersteller neue Saisonstartpreise für Nitratdünger, basierend auf internationalen Harnstoffmärkten und als solche deutlich über den früheren Markterwartungen liegend, veröffentlicht. Nach den schnellen Preisanstiegen im internationalen Harnstoffmarkt wurden die neuen Startpreise von den Produzenten höher revidiert oder gar zurückgezogen.

Saatgut

In den vergangenen Jahren hat der  Anbau von Zwischenfrüchten bzw. der Anbau von Greening Mischungen stark an Bedeutung gewonnen. Wir gehen davon aus, dass der hohe Bedarf für die Aussaat 2021 sich mindestens auf Vorjahresniveau, mit nochmals leicht steigender Tendenz, bewegen wird. Einzelkomponenten wie Phacelia, Nematoden resistenter Senf, Öltrettich und Inkarnatklee sind in der Verfügbarkeit knapp und stehen mit Teilmengen auch erst aus neuer Ernte zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen daher rechtzeitig Ihren Bedarf für die anstehende Aussaat einzudecken.

Unsere Greening Empfehlungen finden Sie hier.

Pflanzenschutz

Die Weizenbestände befinden sich im Stadium EC 39. Die guten Infektionsbedingungen der letzten Wochen findet man momentan in den Weizenbeständen wieder. Besonders Gelbrostbefall ist in vielen Beständen ohne Behandlung zum T1 Termin zu finden. Wir empfehlen den Einsatz von leistungsstarken Fungiziden für die Fahnenblattbehandlung, wie z.B.: 1,5 l/ ha Revytrex + 0,5 l/ha Comet, 1,5 l/ ha Ascra Xpro, 1,0 l/ha Elatus Era. Bei vorhandenem Gelbrostbefall empfehlen wir den Zusatz von 0,5 l/ha Hutton um eine schnelle Kurativleistung zu erzielen. Bitte beachten Sie, dass Revytrex + Comet seit letzter Woche industrieseitig ausverkauft ist. Der Fungizidmarkt mit carboxamidhaltigen Produkten steht unter Spannung. Aktuell sind Lieferengpässe zu verzeichnen.

Im Mais stehen nun die Herbizidmaßnahmen an. Durch die Sonne konnten die Pflanzen wieder eine gute Wachsschicht ausbilden, welche wichtig für die Verträglichkeit der Herbizide ist. Wir empfehlen unser Raiwa Mais-Pack sowie unser Raiwa Mais-Pack 2.0

Futter

Die Preise für Sojaschrot zeigen nach den jüngsten Rücksetzern Anfang dieser Woche wieder Richtung Norden. LP Sojaschrot kostet derzeit rd. 370 € ab Station Rotterdam. Auch die zuletzt leicht rückläufigen Rapsschrotpreise verharren auf einem stabilen Niveau. Tagespreise liegen derzeit bei rd. 350 € ab Station und für Ex-Ernte Termine werden derzeit rd. 270 € aufgerufen. Die Unterbrechung der Konsolidierungsphase wird vor allem durch Nachrichten aus Argentinien ausgelöst, wo Niedrigwasser auf der wichtigsten Binnenschiffstrecke, dem Parana, die Zufuhr auf die Exporthäfen verzögern. Weiter stellen Marktbeobachter kräftige Käufe aus China fest, die auf eine leicht gedrosselte Produktion treffen. Zusätzliche Unterstützung für Soja und Raps kommt aus den Vorgaben der Getreidemärkte.

Alterntige Ware für Melasse und Trockenschnitzel hat sich in den vergangenen Wochen empfindlich verteuert. Trockenschnitzel kosten für prompte Ware rd. 225 € ab Station und Ware für die neue Ernte wird mit rd. 185 € gehandelt. Damit liegen Trockenschnitzel ca. 25 € über dem Vorjahresniveau. Insgesamt bleiben Trockenschnitzel knapp und auch die Aussicht auf die neue Ernte ist verhalten, da in Frankreich aufgrund langer Kälteperioden dieses Frühjahr große Flächen neu angesät werden mussten.

Aktuelle Vertriebsaktion: Bei Kauf einer Palette Milchaustauscher von Milkivit bekommen sie eine Softshell-Weste gratis. Sprechen Sie gerne Ihren Außendienstler darauf an.

Marktinformation Ausgabe 1 | 19. Mai 2021

Getreide / Ölsaaten

Weizen

In Frankreich gab es Regen und die Bestände werden bei 79 % gut bis exzellent bewertet.
Damit ist der negative Trend für Frankreich gestoppt. Laut Wetterbericht  ist in dieser Woche von weiteren Regenfällen auszugehen.
Auch in den USA gab es Regenfälle. Daher gibt der Wettermarkt die Preise an den Börsen vor.
Durch ein sehr hohes Preisniveau für die Ernte 2021 heißt das Zauberwort „Abschläge“ für die Futures Sept.`21, Dez.`21, März`22 und Mai`22 für den Weizen, Gerste, Triticale und Roggen.
Der Handel ist weitestgehend eingeschlafen, da die Vorkontraktquote und das Preisniveau überdurchschnittlich hoch sind.

Bitte vernachlässigen sie den ASP-Gedanken nicht:
In Polen sind in der vergangenen Woche erneut Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen festgestellt worden.

Mais

Der USDA-Report hat die globale Maisernte auf 1,2 Mrd. to für 2021/22 geschätzt und die Long Positionen wurden reduziert. Mit den Verkäufen zieht der Mais auch den Weizen in Richtung Süden.
China kauft aber weiterhin Mais in den USA, fast 3 Mio. to.

Raps

Vor allem die gute Nachfrage aus dem Ölsektor hält Preise stabil, trotz weltweit zu erwartend steigender Ölsaatenproduktion.
Die extreme Volatilität, geprägt von Spekulationsgeschäften, bleibt allerdings weiter bestehen. Diese anhaltende Volatilität gibt den Erwartungen neue Nahrung, dass der Aufwärtstrend zu Ende gehen könnte und in eine Seitwärtsbewegung umschlägt.
Das Marktgeschehen ist sehr überschaubar, da niemand eine Position in diesen volatilen Märkten eingehen möchte.

Dünger

Phosphor

Die Märkte in Westeuropa sind stabil. Preise in den belgischen, niederländischen und deutschen Häfen liegen bei ca. 630 US-Dollar/to fot / fca.

Stickstoff

Indiens Ausschreibung für Harnstoff war für den Käufer ein Misserfolg. Indien konnte die geplante Menge von ca. 1,5 Mio to. Harnstoff am Markt nicht einkaufen. Es konnten nur ca. 0,5 Mio to. gehandelt werden. Hierdurch sind die Harnstoff-Preise weiterhin fest gestimmt. Man erwartet, dass Indien in den nächsten Wochen mit den nichtgekauften Harnstoff-Mengen die nächste Ausschreibung am Weltmarkt platzieren wird.

Die Einlagerungspreise für 30er AHL sind FCA Rouen/Frankreich gestiegen. Lieferanten haben jetzt die Angebote zurückgezogen. Mit heutigen Datum konnte nur ein Bruchteil des üblichen Nachfüllbedarfs abgedeckt werden, geschätzt rund 80.000 t, 25% der normalen Menge.

In Europa hat Yara neue Saisonpreise für Ammoniumnitrat 33,5% N in Frankreich angekündigt. Es wird erwartet, dass die neuen Preise deutlich höher als im Vorjahr starten werden.

Pflanzenschutz

Der Raps entwickelt sich Richtung Stadium BBCH 65, der Vollblüte. Dies ist der ideale Zeitpunkt für die Blütenbehandlung. Die feuchte Witterung begünstigt Sclerotinia-Infektionen. Wir empfehlen Produkte mit langer Dauerwirkung. Behandlungen sind in abgetrockneten Beständen in den Abendstunden durchzuführen.

Sofern noch nicht geschehen ist in der Wintergerste die Abschlussbehandlung durchzuführen. Die stärksten Wirkstoffe gegen die wichtigsten Gersten Krankheiten sind Mefentrifluconazol (Revysol) und Prothioconazol. Daher empfehlen wir Revytrex + Comet (1,5 + 0,5), Ascra Xpro (1,2), oder Elatus Era + Sympara (1,0 + 0,33).

Winterroggen und Triticale befinden sich im Stadium BBCH 37/39. Zu diesem Zeitpunkt sollte bei der momentanen Witterung der Blattapparat mit einem Fungizid vor Krankheitsinfektionen geschützt werden.

Die momentane Witterung begünstigt im Weizen Gelbrost- und Septoria tritici-Infektionen. Sollte die letzte Fungizidmaßnahme vor über 14 Tagen bzw. noch gar nicht erfolgt sein, sollten die Bestände jetzt eine Fungizidbehandlung erhalten.

Da die Behandlungen aufgrund der momentan sehr wechselhaften Witterung nicht immer zeitnah nach den Infektionen erfolgen können, werden deutlich stärkere Kurativleistungen der Produkte gefordert. Daher sollten leistungsstarke Fungizide eingesetzt werden ohne die Aufwandmengen zu reduzieren.

Wir empfehlen Ascra Xpro 1,5 l/ha, Elatus Era + Sympara 1,0 + 0,33 l/ha oder Revytrex + Comet 1,5 + 0,5 l/ha.

Futter

Die Preise für Sojaschrot konsolidieren sich leicht nach der letzten USDA Schätzung letzte Woche. Allerdings bleibt das Niveau weiterhin recht hoch. So wird LP Sojaschrot ab Rotterdam derzeit mit rd. 378 € angeboten.

Die Preisrally beim Rapsschrot ist vorerst etwas ausgebremst, verbleibt aber vorerst auf dem hohen Niveau der letzten Tage. Kurzfristige Ware wird bereits nur noch mit hohen Aufgeldern gehandelt, Ex-Ernte Termine werden derzeit ab Station für rd. 280 € gehandelt.

Insgesamt wird das Preisniveau gestützt durch konstant hohe Saatenpreise, sowohl bei Soja wie auch bei Raps. Zusätzlich Unterstützung kommt von den Pflanzenölmärkten.

Insgesamt konsolidiert sich der Markt für Ölschrote derzeit leicht, auf anhaltend hohem Niveau. Echte Impulse für sinkende Preise können nur die fortlaufende Bestätigung der zuletzt anvisierten hohen Ernte- und Aussaatmengen bei Sojabohnen in Südamerika und den USA bringen. Kurzfristige Schwankungen können weiter sehr heftig ausfallen, da derzeit viele Spekulanten mit billigen Geld aus der Corona Pandemie ihr Heil in den Rohstoffbörsen suchen.