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Raiffeisen Waren schließt Geschäftsjahr 2021 sehr zufriedenstellend ab

Kassel, 18. Mai 2022 – die Raiffeisen Waren-Gruppe (RW-Gruppe) schließt das Geschäftsjahr 2021 insgesamt sehr zufriedenstellend ab. Sowohl das Portfolio in Verbindung mit der eingeschlagenen Unternehmensstrategie als auch das Engagement der Mitarbeitenden erwiesen sich erneut als stabil, auch in Krisenzeiten. So konnten neben dem Umsatz auch der Rohertrag und der Konzernjahresüberschuss deutlich gesteigert werden.

Die Raiffeisen Waren-Gruppe (RW-Gruppe) schloss das Geschäftsjahr 2021 mit einem Konzernumsatz von 2.022,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1.620,0 Mio. Euro) und einem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von 27,8 Mio. Euro (Vorjahr: 22,3 Mio. Euro) ab. Dabei konnte der Unternehmensverbund mit Sitz in Kassel das Eigenkapital auf 212,1 Mio. Euro steigern (Vorjahr: 194,7 Mio. Euro). Die Zahl der Mitarbeitenden stieg um 235 auf 2.815 Personen.

„Gerade weil 2021 das zweite Jahr in Folge geprägt war von großen Herausforderungen jenseits einer erwartbaren, normalen Marktentwicklung, sind wir mit dem Erreichten sehr zufrieden“, kommentiert der Vorsitzende der Geschäftsführung, Mario Soose, das Ergebnis. „Sowohl strukturell als auch inhaltlich ist es uns mit einer außergewöhnlich motivierten Belegschaft gelungen, die Kunden in den Mittelpunkt unserer Bemühungen zu stellen – und zwar mit Erfolg“!

Im Fokus: strategisches, nachhaltiges Wachstum in Verbindung mit Kundennähe

Das Unternehmen verfolgt weiterhin erfolgreich den Ansatz des „strategischen, nachhaltigen Wachstums“. Dieser Ansatz findet Umsetzung in den vier Unternehmenssparten Agrar, Baustoffe, Technik sowie Energie & Märkte. Die Sparten bilden die Grundpfeiler des Unternehmens. Darüber hinaus stehen Weiterentwicklung, Ausbau sowie gezielte Investitionen fest auf der Agenda, um den Fortbestand der Unternehmensgruppe und ihren Erfolg zu festigen und auszubauen. „Gleichzeitig stehen weiterhin die Bedarfe und Bedürfnisse unserer Kunden im Vordergrund, denn Nähe zum Markt zahlt sich aus“, führt Mario Soose zur Ausrichtung des Unternehmens aus. „Zudem ist das positive Ergebnis das Resultat einer echten Team-Leistung. Eine Feststellung, die uns sehr wichtig ist“.

Nachhaltig wirtschaften – Geschäftsbericht 2021 der Raiffeisen Waren-Gruppe

Infolge steigender gesellschaftlicher und umwelttechnischer Erfordernisse hat Nachhaltigkeit weltweit an Relevanz gewonnen. Auch deshalb stellt sich die Raiffeisen Waren-Gruppe Stück für Stück nachhaltiger auf. Aber auch, weil dieser Ansatz ohnehin im Einklang mit den genossenschaftlichen Wurzeln des Unternehmens steht und bestens zur Grundphilosophie von Raiffeisen Waren passt. In Folge dessen ist Nachhaltigkeit in der Unternehmensausrichtung ein tragender Aspekt. „Auch in Zukunft werden wir an der nachhaltig geprägten Wachstumsstrategie festhalten und dabei stets die Nähe zu unseren Kunden sowie den Blick nach vorn in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen. Dabei ist ressourcenschonendes Vorgehen Pflicht für uns“, erläutert Mario Soose einleitend zum Geschäftsbericht der RW-Gruppe für das Berichtsjahr 2021.

Entwicklung der Geschäftsfelder im Überblick

Im Agrarbereich hat das Unternehmen sowohl mengen- als auch wertmäßig deutliche Umsatzzuwächse realisieren können. Zu dieser Entwicklung hat unter anderem die Übernahme von 19 Standorten der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG, Köln, (RWZ) samt Belegschaft und Geschäft maßgeblich beigetragen. Insbesondere die hierdurch geschaffenen Kapazitäten im Bereich Bahn- und Schiffslogistik wirkten sich positiv auf die Entwicklung aus. Ein insgesamt hohes Preisniveau an den Märkten für Getreide und Ölsaaten sowie der erfolgreiche Handel mit Saatgut, Dünger und Pflanzenschutz taten als Umsatztreiber ihr Übriges. Da sich das Wetter vielerorts günstig zeigte, sorgte es in Regionen, in denen Raiffeisen Waren aktiv ist, für leicht überdurchschnittliche Ernteergebnisse. Neben Menge und Umsatz konnte auch der Rohertrag im Bereich Agrar nennenswert gesteigert werden.

In der Sparte Technik herrschte im Berichtsjahr ein hohes Nachfrageniveau. Allerdings konnte dieses aufgrund von Bauteilemangel bei Maschinenherstellern im Laufe des Jahres nicht immer im vorgesehenen Zeitrahmen durch den Handel bedient werden. Trotz der angespannten Situation ist es dennoch gelungen, alle für das Jahr 2021 verkauften Maschinen auch im Berichtsjahr auszuliefern. Mit solchen Lieferengpässen hatten Hersteller nahezu aller Produktgruppen zu kämpfen, so dass die ohnehin gute Nachfrage bei Gebrauchtmaschinen zusätzlich beflügelt wurde. Sowohl im Neumaschinen- als auch im Gebrauchtmaschinenhandel galt es, die guten Beziehungen zu den Kunden professionell und vor allem verständnisvoll zu managen. Es konnten erneut deutlich mehr als 1.000 neue Traktoren verkauft werden, womit die Techniksparte das hohe Niveau der Vorjahre gehalten hat. Insgesamt stiegen sowohl Umsatz als auch Rohertrag. 

Die Sparte Baustoffe entwickelte sich auch nach dem ersten Pandemiejahr weiterhin deutlich positiv. Besonders die Nachfrage im Bereich privater Bauvorhaben blieb weiterhin sehr hoch. Eine Herausforderung lag darin, die hohe Nachfrage der Kunden zeit- und fristgerecht zu befriedigen, denn Industrie und Lieferanten hatten mit Produktions- und Lieferschwierigkeiten zu kämpfen. Zusätzlich stiegen die Preise vieler Produkte massiv, um dann unterjährig teilweise wieder drastisch zu sinken. Dabei musste die Handelsstufe vermittelnd und mitunter kreativ reagieren, um damit einen aktiven Beitrag zur Realisierung vieler Bauprojekte leisten zu können. Für die gesamte Belegschaft galt es, sowohl Fingerspitzengefühl zu beweisen, teilweise aber auch ein dickes Fell zu haben. Parallel wurden eine Logistik- und Bestellsoftware eingeführt sowie die weitere Digitalisierung des Geschäftsfelds im Sinne von mehr Nachhaltigkeit und höherer Effizienz vorangetrieben. Insgesamt steigerten sich Mengen, Umsatz und Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr nochmals.

Extrem gestiegene Energiepreise sowie ein insgesamt sehr volatiler Markt prägten das Ergebnis der Sparte Energie und Märkte. In der zweiten Hälfte des Jahres 2021, besonders zum Jahresende hin, befanden sich Heizöl-, Strom- und Gaspreise auf sehr hohem Niveau. Dies tat jedoch der Nachfrage nach Energie innerhalb der Raiffeisen Waren-Gruppe keinen grundsätzlichen Abbruch. Weitere Akquisitionen durch die RW-Gruppe, eine erholte Nachfrage im Segment Heizöl in der zweiten Jahreshälfte sowie eine erste Ausweitung der Vertriebsaktivitäten im Bereich Strom und Gas trugen ebenfalls zu einem Umsatzzuwachs im Vergleich zu 2020 bei. Allerdings gingen im Gegensatz zur positiven Entwicklung der Kraftstoffverkäufe die abgesetzten Mengen bei Heizöl insgesamt zurück. Dennoch gelang es der Sparte im Ganzen, das hohe Rohertragsniveau des Vorjahrs sowie den Plan zu übertreffen.
Die Raiffeisen-Märkte sind bereits im ersten Pandemiejahr in ihrer Rolle als regionale Nahversorger gestärkt worden, da lokales Einkaufen bei den Kunden wieder an Relevanz zugenommen hat. Im Jahr 2021 führten zwei Wiedereröffnungen nach Modernisierung sowie ein zusätzlich erworbener Markt in Frohburg (Sachsen), einhergehend mit der Standortübernahme von der RWZ, zu einer positiven Weiterentwicklung des Märkte-Geschäfts.

Ein Blick auf das laufende Geschäftsjahr

Die Raiffeisen Waren GmbH arbeitet auch 2022 konzentriert daran, die ambitioniert gesteckten Ziele für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Durch die breite Aufstellung mit vier Sparten sieht sich Raiffeisen Waren dafür grundsätzlich bestens gerüstet.

Der Start in das laufende Geschäftsjahr verlief bisher – trotz aller Herausforderungen – planmäßig gut. Das Unternehmen investiert auch weiterhin über alle Sparten in die Erweiterung, Modernisierung und Digitalisierung des Geschäftes mit dem Fokus auf strategisches, nachhaltiges Wachstum in Verbindung mit großer Nähe zum Kunden.

Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass bei den Themen Preissteigerungen und Lieferengpässe spartenübergreifend nicht mit einer kurzfristige Entspannung zu rechnen ist.

Ausgehend von einem grundsätzlich normalen Geschäftsverlauf ohne extreme Sondereffekte plant die RW-Gruppe für das laufende Geschäftsjahr trotz eines Anstiegs von Umsatz und Roherträgen ein Ergebnis vor Steuern, welches sich leicht unter dem Wert von 2021 bewegen wird. 
Insgesamt bleibt offen, welchen Einfluss die Covid-19-Pandemie sowie die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges auf die geschäftliche Entwicklung der Unternehmenssparten und damit auf die Entwicklung der RW-Gruppe nehmen werden.

Weitere Details zum Geschäftsjahr 2021 finden sie hier